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Ich liebe Streifenhörnchen …

Aber wenn die so weiter machen,  nur mehr vom Grill oder mit Soße …

Wer kennt sie nicht, A-Hörnchen und B-Hörnchen aus der Mickey Mouse?! Putzig und lustig und jugendfrei.

Tamias sibiricus Quelle: Von AndiW 10:51:45, 2005-09-04 (UTC) - Uploaded by Richardfabi, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=49109
Tamias sibiricus
Quelle: Von AndiW 10:51:45, 2005-09-04 (UTC) – Uploaded by Richardfabi, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=49109

Was aber ihre Vorbilder, die Streifenhörnchen (Tamias sibiricus) momentan im Mangobaum vor meiner Kemenate veranstalten, das ist der reinste Terror.

Von wegen jugendfrei. Ein markerschütterndes „tschik, tschik, tschik, tschieeeeek“ hätte Shakespeare wohl noch mit „ach Romeo, Romeo“ übersetzt. Was dann allerdings lauttechnisch folgt stammt eher aus „50 shades of grey“ oder dem „Hörnchen-Report“.

Und dann tun sie es auch noch, vor meinen Augen, nur um dann in ein noch exzessiveres „tschieeeeek, tschieeeeek, tschieeeeek“ zu verfallen.

Können die nicht irgendwo anders?

Es reicht schon, wenn der Nachbarsköter mit seiner Trötenstimme dauerkläfft und alles mögliche Federvieh kräht und zirpt und …
Ich will doch nur in Ruhe an meinem Programm weiter schreiben …

Fehlt nur noch, daß ich nachts schweißgebadet aufwache und … „tschik, tschik, tschieeeeek“ …

Ich war Snakeman …

… zwar nicht mal für eine Nacht, aber zwei Stunden tun’s doch auch …

In jedem Mann steckt ein Held! Also in mir jedenfalls. Und daß mir jetzt da keine Abfälligkeiten kommen, auch nicht von den Mädelz ….

Laut Wikipedia sind neben Meeresschildkröten Wasserschlangen die zweithäufigste Reptilienart im arabischen Meer.
Auf meinen morgendlichen Strandspaziergängen finde ich das täglich bestätigt, denn so Stücker fünf sehe ich manchmal schon am Strand liegen.

Arg ramponiert, aber was willste als Schlange auch machen, wenn Du Dich plötzlich in einem Fischernetz wiederfindest, eingequetscht zwischen Dutzenden Kilo Fisch?! Da kannste Dich glücklich schätzen, wenn Du als Beifang einfach am Strand landest!

Ich, rauhe Schale, innen butterweicher Kern dachte: „Der Kreatur muss geholfen werden“ besorgte mir einen Stock (schlangenförmig natürlich) und also war der Plan die Schlange mit dem Stock in das Wasser …

Sie so einfach am Schwanz packen und dann in hohem Bogen wieder zurück in’s Wasser werfen, wie ich das tags zuvor bei einem Fischer gesehen habe …? Ich bitte Euch, die Viecher haben eines der stärksten Gifte im Tierreich, sind ziemlich agil und ich möchte im März wieder in Berlin bei meinem Schatz aufschlagen, möglichst lebend…

Ich also den Stock vorsichtig unter die Schlange und schwups … Nö, denkste! Die windet sich und ist sofort wieder runter von der Stange. Derselbe Zirkus bei Kandidatin zwei und drei! Die wollen gar nicht gerettet werden und eventuell schon grade nicht von mir!

Und ich hatte mir schon ein passendes Snakeman-T-Shirt ausgedacht …

Na ja, auf dem Rückweg war keine Schlange mehr zu sehen, nur ein paar Schlängelspuren in Richtung Brandung …

Musste ich doch grade meiner Nachbarin …

wp-1451470355493.jpeg… ihr wißt schon, Mantis, die nach dem Sex immer so Hunger hat … das Leben retten.

Kommt da glatt so ein jungscher Mini-Godzilla daher – die Fachwelt spricht von Leguan – auf der Suche nach essbarem und wirft ein Auge auf meine fromme Gottesanbeterin, aber so was von.

Gut, die Frau „is a real maneater“, wäre also nur gerecht, aber irgendwie ist sie mir an’s Herz gewachsen. Frisst ja zwischen zwei Männchen auch mal meine Moskitos und Ameisen …

Ich zeige Godzi also den Weg, nach dem er mich nicht gefragt hat und „allet is wieder jut“, wie meine Lieblingsberlinerin immer so schön sagt.

Ob Helene (ja, Willi Busch stand Pate) jetzt das Männchenfressen aber in Zukunft sein läßt? Schaumer mal …

Und noch ne Frage an den Hubert, seines Zeichens grad auf Karibik-Törn: Wenn die Echse von der anderen Seite kommt, ist der Leeguan dann ein Luvguan???

Ihr Name ist Mantis …

Gut getarnt! Sie sitzt genau in der Mitte des Bildes ...
Gut getarnt! Sie sitzt genau in der Mitte des Bildes …

… Mantis religiosa. Meine geheimnisvolle Nachbarin von der ich Euch vor ein paar Tagen schon Andeutungen gemacht habe.

Also:
Ich sitze da so beim Frühstück unter dem Vordach meiner Strandhütte und denke mir plötzlich „Ui, der Zweig am linken Stützpfosten, der kann ja laufen“.

Im nächsten Moment klappt der “ Zweig“ blitzartig auseinander und weg ist sie, die Ameise …
Und so ergeht es im weiteren Verlauf unseres „gemeinsamen Frühstücks“ noch einigen Ameisen, Fliegen und Moskitos …

Sollten der Gottesanbeterin mal keine Ameisen oder sonstiges Gekreuch zur Verfügung stehen, dann wird auch schon mal das gerade begattet habende Männchen verspeist … Jungs, überlegt Euch, ob Ihr lieber Single bleibt …

Abschließend wieder ein paar Zeilen im Klugscheißmodus:
Das nördlichste Vorkommen einer Mantis-Art? Ausgerechnet mitten in Berlin-Schöneberg!!!
Wie die da hingenommen sind, weiß der Geier …