Oh ja, nach fünf Wochen abhängen am Strand von Benaulim im Süden Goas bin ich heute abend pünktlich (Ist heute Feiertag oder ist’s ein Versehen???) mit dem Konkan-Express nach Mumbai aufgebrochen.
Jetzt bitte einen Trommelwirbel … rattattattataaaaa
Morgen abend um 22.30 Indian Time (also so ungefähr) schwebt mein Schatz in Mumbai ein.
Der einzig passende Erikativ dazu: Frooooiiiiiiiiiiii
Ja, nach neun Wochen Whatsapp-Beziehung kommt sie mich für drei Wochen besuchen.
Cloud Number Nine sag ich da nur!!!
Und sie hat schon angekündigt, hin und wieder einen Gastbeitrag hier im Blog schreiben zu wollen …
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Habe ich Euch eigentlich schon …
… erzählt, daß ich in Goa paddeln war?
Während Du in Berlin, Brandenburg und Mäc Pomm schon beinahe an jeder Flußbiegung Kanus oder Kajaks mieten kannst, mußte ich in Goa ganz schön lange suchen und hab dann genau einen Anbieter gefunden.
Geschlagene 1800 Rupien sollte der Spaß kosten, ich muß allerdings zugeben, daß ich die gerne ausgegeben habe, denn Markus unser Tourguide wußte, wie man mit Krokodilen umgeht und vor allem wo sie sich rumtreiben. (Im Sal-River, dem kleinsten von Goa’s vier Flüssen gibt es allerdings keine und hat es noch nie gegeben. Das wußte ich schon vorher und Markus wußte es auch … Aber es hätte ja sein können …)
Getreu dem Motto „Es gibt für alles ein erstes Mal“ hatte ich sogar zwei dieser ersten Male: Ich allein im Einer-Kajak und ich bei tropischer Hitze mit Rettungsweste in ebendiesem.
Jetzt weiß ich, daß Einerkajak Kinderfasching und die Rettungsweste „government rule“, also Vorschrift ist. Typisch für Indien wird am Startpunkt von Dir ein Beweisfoto mit Weste gemacht und was Du dann damit anstellst interessiert … Na ja, zurückhaben will er sie schon, der Veranstalter …
Aber seht selbst:
Ich war Snakeman …
… zwar nicht mal für eine Nacht, aber zwei Stunden tun’s doch auch …
In jedem Mann steckt ein Held! Also in mir jedenfalls. Und daß mir jetzt da keine Abfälligkeiten kommen, auch nicht von den Mädelz ….
Laut Wikipedia sind neben Meeresschildkröten Wasserschlangen die zweithäufigste Reptilienart im arabischen Meer.
Auf meinen morgendlichen Strandspaziergängen finde ich das täglich bestätigt, denn so Stücker fünf sehe ich manchmal schon am Strand liegen.
Arg ramponiert, aber was willste als Schlange auch machen, wenn Du Dich plötzlich in einem Fischernetz wiederfindest, eingequetscht zwischen Dutzenden Kilo Fisch?! Da kannste Dich glücklich schätzen, wenn Du als Beifang einfach am Strand landest!
Ich, rauhe Schale, innen butterweicher Kern dachte: „Der Kreatur muss geholfen werden“ besorgte mir einen Stock (schlangenförmig natürlich) und also war der Plan die Schlange mit dem Stock in das Wasser …
Sie so einfach am Schwanz packen und dann in hohem Bogen wieder zurück in’s Wasser werfen, wie ich das tags zuvor bei einem Fischer gesehen habe …? Ich bitte Euch, die Viecher haben eines der stärksten Gifte im Tierreich, sind ziemlich agil und ich möchte im März wieder in Berlin bei meinem Schatz aufschlagen, möglichst lebend…
Ich also den Stock vorsichtig unter die Schlange und schwups … Nö, denkste! Die windet sich und ist sofort wieder runter von der Stange. Derselbe Zirkus bei Kandidatin zwei und drei! Die wollen gar nicht gerettet werden und eventuell schon grade nicht von mir!
Und ich hatte mir schon ein passendes Snakeman-T-Shirt ausgedacht …
Na ja, auf dem Rückweg war keine Schlange mehr zu sehen, nur ein paar Schlängelspuren in Richtung Brandung …
Ich überlasse es …
… Eurer Phantasie und Eurem Wohlwollen, ob Ihr den obigen Restaurantnamen mit
„Iß und komm wieder“ oder mit „Iß und es kommt wieder“ übersetzt …
Ich habe dort jedenfalls für die schmale Rupie relativ gut gegessen und war vor allem von dem exzellenten Service des Obers tief beeindruckt.
Da kann sich mancher deutsche Tischknecht eine dicke Scheibe davon abschneiden …
Mahlzeit aus Benaulim, Goa, India.
Musste ich doch grade meiner Nachbarin …
… ihr wißt schon, Mantis, die nach dem Sex immer so Hunger hat … das Leben retten.
Kommt da glatt so ein jungscher Mini-Godzilla daher – die Fachwelt spricht von Leguan – auf der Suche nach essbarem und wirft ein Auge auf meine fromme Gottesanbeterin, aber so was von.
Gut, die Frau „is a real maneater“, wäre also nur gerecht, aber irgendwie ist sie mir an’s Herz gewachsen. Frisst ja zwischen zwei Männchen auch mal meine Moskitos und Ameisen …
Ich zeige Godzi also den Weg, nach dem er mich nicht gefragt hat und „allet is wieder jut“, wie meine Lieblingsberlinerin immer so schön sagt.
Ob Helene (ja, Willi Busch stand Pate) jetzt das Männchenfressen aber in Zukunft sein läßt? Schaumer mal …
Und noch ne Frage an den Hubert, seines Zeichens grad auf Karibik-Törn: Wenn die Echse von der anderen Seite kommt, ist der Leeguan dann ein Luvguan???
Kommt mir doch heute Morgen glatt …

… der Ober in meinem Frühstückscafé mit Wollmütze und in eine dicke Decke gehüllt entgegen.
„It’s very cold this morning“ meint er schlotternd, während er mich (barfuß, T-Shirt, kurze Hose, wie immer halt) bedient.
Ja gut, ich hab mir heute nacht auch mal für zwanzig Minuten ein dünnes Deckchen übergelegt, aber „very cold“ wenn es mal nachts auf 18 statt auf 22 Grad abkühlt? Der ist doch bei den 12 bis 15 Grad (plus, wohlgemerkt), die es Weihnachten in Berlin hatte, sofort schockgefrostet …
Schatz, Du kannst Deine Winterjacke ruhig mitbringen – und für dicke Rupie an fröstelnde Inderinnen verleihen …
In Goa schneit es nicht,
Ihr Name ist Mantis …

… Mantis religiosa. Meine geheimnisvolle Nachbarin von der ich Euch vor ein paar Tagen schon Andeutungen gemacht habe.
Also:
Ich sitze da so beim Frühstück unter dem Vordach meiner Strandhütte und denke mir plötzlich „Ui, der Zweig am linken Stützpfosten, der kann ja laufen“.
Im nächsten Moment klappt der “ Zweig“ blitzartig auseinander und weg ist sie, die Ameise …
Und so ergeht es im weiteren Verlauf unseres „gemeinsamen Frühstücks“ noch einigen Ameisen, Fliegen und Moskitos …
Sollten der Gottesanbeterin mal keine Ameisen oder sonstiges Gekreuch zur Verfügung stehen, dann wird auch schon mal das gerade begattet habende Männchen verspeist … Jungs, überlegt Euch, ob Ihr lieber Single bleibt …
Abschließend wieder ein paar Zeilen im Klugscheißmodus:
Das nördlichste Vorkommen einer Mantis-Art? Ausgerechnet mitten in Berlin-Schöneberg!!!
Wie die da hingenommen sind, weiß der Geier …
Weil Heilig Abend ist …
… gönne ich mir doch grad mal (bei 30 Grad im Schatten, aber das nur nebenbei) ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte!
Wie das wohl hierher gekommen ist?
By the way: Wenn der gleichzeitig bestellte Kaffee noch vor der Bescherung einträfe, würde das die Weihnachtslaune beträchtlich steigern …
Warten hat aber auch einen gewissen Kick, da kann ich meine Mitgäste studieren, zum Beispiel „Ei verbibbsch“ den Saggsn mir schräg gegenüber … „Nu !“
Goooooal, goal for …
… Chennai.
Kommt mir irgendwie bekannt vor: Nix mit „Finale dahoam“.
Stattdessen schlagartige Luft-Abkühlung auf gefühlte Minus 20 Grad, als Chennai letztendlich mit 2:3 als Sieger vom Platz geht.
Ich geh jetzt ebenfalls vom Platz, weinende Goaner trösten.
Schließlich bin ich ja auch Diplom-Sozialpädagoge …










